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So findest Du den richtigen Investor für Dein Startup

Venture Capital

Venture Capital, was auf Deutsch mit Wagnis- oder Risikokapital übersetzt werden kann, ist von einer Beteiligungsgesellschaft bereitgestelltes Kapital, das gegen Beteiligung in junge Unternehmen investiert wird.
Da die Beteiligungen mit einem gewissen Risiko verbunden sind, wählen VCs ihre Unternehmen mit großem Bedacht aus.
Im Gegensatz zu Bankkrediten helfen VCs Startups nicht nur mit Finanzkapital, sondern auch mit Know-How. Mit ihrem Netzwerk können sie euch außerdem beim Aufbau von Geschäftsbeziehungen helfen (sogenanntes smart money).

Dies macht Venture Capital Firmen zu sehr wichtigen Partnern, gerade für junge Unternehmen. Außerdem können VCs für spätere Finanzierungsrunden wichtige Kontakte zu strategischen Partnern herstellen. Ihr solltet beachten, dass Venture Capitals häufig nur in bestimmte Branchen investieren, weshalb ihr darauf achten solltet, dass sich euer Startup mit dem Investmentfokus der VCs deckt.
Zu beachten sind auch die verschiedenen Stages in die VCs investieren.

Wenn ihr zum Beispiel auf der Suche nach einem Seed Investment seid, solltet ihr nicht unbedingt eine Venture Capital Firma mit Later-Stage Fokus kontaktieren. Generell investieren Venture Capital Fonds jedoch eher selten in der Seed Phase.

Falls ihr euch noch in der Seed Stage befindet, solltet ihr für den Anfang eher einen Business Angel, Inkubator, Accelerator oder Family&Friends kontaktieren.
Für VCs sind schnelles Wachstum, Skalierbarkeit, ein attraktiver Markt und das Gründerteam die entscheidenden Faktoren, technische Details oder ähnliches zählen zu den sekundären Faktoren (siehe unseren Artikel zu den 5 größten Pitch Deck Fehlern).

In einer ersten Finanzierungsrunde sind in der Regel Beteiligungsquoten von 15-35% üblich.
Die Mindestbeteiligung von VCs in der Early Stage liegt bei 100.000-250.000 Euro. Die Höhe des Investments wird in späteren Phasen jedoch deutlich höher.
Für kleinere Finanzierungen solltet ihr einen Business Angel oder andere der eben genannten alternativen Finanzierungsmöglichkeiten wählen.

Wenn ihr nach dem ersten Kontakt einen Venture Capital Investor für euch gewonnen habt, könnt ihr euch hier (Link) durchlesen, wie eine Beteiligungsverhandlung konkret aussieht

Business Angel

Business Angel sind häufig erfolgreiche Gründer oder erfahrene Unternehmer, die sich zu einer sehr frühen Phase an einem Startup beteiligen. Sie suchen als Investoren primär nach kleineren Investments und stiften jungen Startups durch ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Branchenkontakte Wert.

Im Gegensatz zu Venture Capital Investoren steigen Business Angel zu einem noch früheren Zeitpunkt in Startups ein, meist schon während, oder kurz nach der Gründung.
Investments von Business Angeln sind, verglichen mit VC Investments zwar niedriger, dafür ist die Betreuung durch Business Angel deutlich intensiver als die von Venture Capital Gesellschaften.

Da Investments in dieser frühen Phase von hohen Unsicherheiten und hohen Risiken geprägt sind und der Business Angel Gefahr läuft sein gesamtes Investment zu verlieren, erwarten Business Angel einen sehr hohen Return on Investment (ROI).

Ihr solltet ihm also zeigen können, dass euer Startup das Potential hat, die Anfangsinvestition des Angels in den nächsten Jahren mindestens verzehnfachen zu können.
Um euer Startup voranzubringen wollen Business Angel viel Mitbestimmungsrecht haben. Dies könnte bei eventuellen Meinungsverschiedenheiten zu Spannungen führen, was ein klassischer Nachteil von Business Angeln ist.

Bei der Wahl des Business Angels solltet ihr ebenfalls darauf achten, dass sie über ein gutes Netzwerk zu Venture Capitals und anderen Investoren verfügen, weil ein einzelner Business Angel wenig follow on Geld für weitere Finanzierungsrunden aufbringen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Business Angel gerade für sehr junge Startups in der Seed Phase durch ihre Hands On Betreuung eine sehr gute Finanzierungsvariante darstellen.

Inkubatoren und Acceleratoren

Inkubatoren (vom lat. incubare=brüten) sind im wahrsten Sinne des Wortes Brutkästen für Startups. Während beim Inkubator die Ideen meistens in house, also vom Inkubator selbst entwickelt werden und dann von internen oder externen Teams ausgeführt werden, wenden sich beim Accelerator (von engl. to accelerate=beschleunigen) externe Gründerteams mit ihren Ideen an den Accelerator.
Trotz dieses kleinen Unterschieds verfolgen Inkubatoren und Acceleratoren jedoch überwiegend die gleichen Ziele:

Man will Gründer durch Know-How, Coachings, Ressourcen und Zugang zum Netzwerk in einer sehr frühen Phase unterstützen.
Accelerator Programme sind zeitlich limitiert und man kann sie gut als eine Art Startup Bootcamp beschreiben. Sie bieten Gründern neben professioneller Unterstützung eine oftmals fünfstellige Finanzierung.

Während des Programms bekommen die teilnehmenden Startups Arbeitsflächen und profitieren von der engen Betreuung durch Coaches und Branchenexperten.

Am Ende des Accelerator Programms haben Gründer häufig die Möglichkeit auf sogenannten Demo Days ihr Startup vor Investoren zu pitchen. Als Gegenleistung dafür verlangen Accelerators Anteile am Unternehmen.
Bei Inkubatoren ist die Beziehung zwischen Gründer und Inkubator häufig noch enger und es wird ein höheres Investment getätigt. Dafür gibt man bei Inkubatoren in der Regel aber auch höhere Anteile ab.

Die Förderung bei Inkubatoren ist im Gegensatz zu Acceleratoren zeitlich nicht begrenzt. Viel mehr verfolgen Inkubatoren die Strategie ihre Startups auf einen erfolgreichen Markteintritt vorzubereiten und die Überlebenswahrscheinlichkeit am Markt zu erhöhen.

Neben Finanzkapital unterstützen Inkubatoren Gründer auch durch Ressourcen wie Büroflächen, Mitarbeiter oder helfen den Gründern bei der Suche nach Kooperationspartnern oder weiteren Kapitalgebern.
Inkubatoren und Acceleratoren sind optimal für Startups in der Pre-Seed und Seed Phase.

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